Lehrberufe Bau
Eine Initiative des Fachverbandes der Bauindustrie

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DER SCHALUNGSBAUER

Ausbildungsdauer

3 Jahre Lehrausbildung; nach erfolgreich abgelegter Lehrabschlußprüfung, z.B. im Lehrberuf Maurer oder Zimmerer, kann eine Zusatzprüfung im Lehrberuf Schalungsbauer abgelegt werden.

Voraussetzungen

Neben handwerklicher Geschicklichkeit, guter körperlicher Konstitution und der Bereitschaft, in einem Team seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, ist hier auch ein gutes Gleichgewichtsgefühl und die Freude am Arbeiten im Freien ein großer Vorteil, um diesen Beruf mit Freude ausüben zu können.

Lehrinhalte

Der Jugendliche lernt im ersten Lehrjahr die gleichen Lehrinhalte wie der Maurer. Es ist daher durchaus möglich, sich auch nach einem Jahr Maurerlehre für den Schalungsbau zu entscheiden. Die Ausbildung umfaßt Theorie- und Praxiskenntnisse über Baustoffe, Baustelleneinrichtung, Vermessen, Arbeitsrecht, Maschinenkunde, Umweltschutz usw.

Im zweiten Lehrjahr erfolgt eine Spezialisierung auf den Schalungsbau: Werkstofflehre, Kenntnis von Schalungs- und Bewehrungsplänen, fachgerechtes Montieren von Schalungen aus Holz, Kunststoff oder Stahl.

Im dritten Ausbildungsjahr wird unter anderem auch auf die Erstellung von Schalungs- und Bewehrungsplänen Wert gelegt. Weiters wird das Gießen von Beton in der richtigen Qualität mit den richtigen Zusatzmitteln und der dazugehörigen Nachbehandlung verlangt.

Abschluß

Der praktische Teil der Lehrabschlußprüfung besteht aus einer Prüfarbeit, die in der Regel in fünf Arbeitsstunden ausgeführt werden kann. Dabei werden folgende Fähigkeiten beurteilt: Messen, Anlegen, Schalen und Herstellen von Bauteilen aus Beton und Stahlbeton, Herstellen von Spezialschalungen nach vorgegebenen Schalungs- und Bewehrungsplänen, selbständiges Erstellen von Plänen entsprechend der baulichen Erfordernisse. Die theoretische Prüfung umfaßt Fachrechnen und Fachzeichnen, Fachkunde sowie Werkstoffkunde.

Bezahlung und Aufstiegschancen

Der Lehrling im Schalungsbau erhält schon im ersten Jahr 7.958,05 öS, im zweiten 11.932,80 öS und im dritten Jahr sogar 15.916,05 öS. Nach Ablegung der Lehrabschlußprüfung ist ein kollektiver Facharbeiterlohn von 19.890,85 öS festgesetzt, der leistungsgerecht überzahlt werden und darüber hinaus weitere Zulagen je nach Einsatzbereich enthalten kann.

Sein Tätigkeitsbereich ist sowohl der Hoch- als auch der Tiefbau. Weiters sind seine Fähigkeiten auch für den Brücken-, Tunnel-, Wasserbau sowie bei Stahlbetonbauten größeren Ausmaßes unentbehrlich.

Tüchtige Schalungsbauer avancieren schon bald zum Vorarbeiter. Mit entsprechenden Kursmaßnahmen ist auch der Aufstieg zum Polier möglich. Im Einzelfall bietet sich sogar die Karriere in die Selbständigkeit: Nach Absolvierung der Baumeisterkurse und Ablegung anspruchsvoller Prüfungen steht dem Titel Baumeister nichts mehr im Wege.

Ein anderer Weg ist die Ablegung einer Studienberechtigungsprüfung, die den Zugang zu Fachhochschulen und Universitäten öffnet.

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